Preisüberreichung in Eisenach

Eigens zur Preisüberreichung kam Thomas Ickler, Firmeninhaber Limes-Uhren nach Eisenach. Vor dem Automobilbaumuseum wurde Hans-Peter Lohmann die Limes Vintage 1924 und der Pokal überreicht. Hans-Peter Lohmann tritt mit diesem Wagen als «Botschafter des Eisenacher Rallyesportgeschichte» beim «Historic-Rallye-Cup» für Autos der Baujahre 1961 bis 1981 an.

Die Juryentscheidung westdeutscher Oldtimer-Fans für eine Automobil-Rallye-Legende aus dem Osten Deutschlands erwies sich als eine kleine Sensation. Wettbewerber waren u.a. der originale Opel-Kadett von Walter Röhrl, Lancia Fulvia, NSU TTS, Werks-Renault Alpine. Die positive Bewertung des Eisenachers Wartburg 311-0 ist eine Anerkennung für die Rallyesporthistorie des Ostens.

Hans-Peter Lohmann, der für den Autobilbau-Museum Eisenach e.V. fährt, baute den legendären Werks-Rallye-Wartburg 311-0 (Baujahr 1964) mit Unterstützung ehemaliger Werkspiloten wieder auf. Das Original fuhr in den 50er und 60er Jahren von Finnland bis zur Akropolis-Rallye in Griechenland.

(Photos aus dem Buch "100 Jahre Automabilbau in Eisenach" von M. Stück und W. Reiche)

Sprintprüfung auf der "Rallye of the 1000 Lakes 1957" in Finnland


Auf der Startrampe bei der "Tour de Belgique 1959"

Das Nachfolgemodell Wartburg 312 bei der "Rallye Acropolis"

(Photos von Hans-Peter Lohmann)

Bei der Polenrallye


Fahrer des Wartburg 311, v.l.n.r.: H. Hanf, E. Culmbacher, K. Rüdiger, P. Thiel

Bergprüfung Schottenring 2003

In Eisenach


Das Automobilbaumuseum Eisenach

Neben der Preisübergabe gab es im Museum jede Menge über die wechselvolle Geschichte des Eisenacher Automobilbaus zu erfahren.

Eisenach kann auf eine mehr als 100 jährige Geschichte im Automobilbau zurückschauen. 1896 wurde die "Fahrzeugfabrik Eisenach" gegründet.

Von 1904 bis 1928 baute man die DIXI. Ab 1928, nach der Übernahme durch die Bayrischen Motoren Werke, die bis dahin ausschließlich Motorräder und Flugmotoren gebaut hatten, wurden die ersten BMWs in Eisenach gefertigt.

Nach dem Krieg ging der Betrieb 1952 in das Volkseigentum der DDR über und nannte sich dann VEB IFA.

Der Wartburg 311 wurde zunächst im Geheimen, d.h. ohne Zustimmeung des ZKs der SED entwickelt. 1955 ging das Modell in Produktion und noch im selben Jahr wurde die "1. Rallye Wartburg" mit internationaler Beteiligung bestritten.